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 F.-C. Kobbé
Familiengeschichte

Der Name »Kobbe« leitet sich von dem altgermanischen Vornamen »Cobbo« ab, der im 9. und 10. Jahrhundert in Norddeutschland sehr gebräuchlich war und wohl eine Kurzform von »Godabert« (»goda« = gut) darstellt. Konkret werden in diesem Zeitraum urkundlich eine Reihe von Herrschern – denn nur diese dokumentierten ihre eigene Geschichte - als Träger dieses Namens erwähnt, so u. a.

  • Bruno Cobbo I. (»dux«, »der Gundolfinger«), 790 –13.6.858,
  • Cobbo II., 818 –11.4.883,
  • Graf Cobbo von der Tekenenburg (Tecklenburg) ~ 874,
  • Graf Cobbo im Hessengau, zwischen 1067 und 1074.

Daneben behandelt eine zeitgenössische Handschrift des X./XI. Jahrhunderts die Abenteuer von »Lantfrid und Cobbo«. Der Vorname war also durchaus verbreitet und wurde so im Bereich der Unterweser vom Vornamen zum Personennamen „friesisch umgebogen“ und zum Nachnamen »Cobbe«.

Den Zeitläufen und gesellschaftlichen Bedingungen folgend, erfuhr der Name unterschiedliche Schreibweisen im Sinne

  • einer Ersetzung des C durch ein K zu »Kobbe«,
  • einer Berücksichtigung des Junkertums in »von Kobbe«,
  • einer Lateinisierung in Form von »Kobbeus« und »Kobbaeus«,
  • einer Französisierung in napoleonischer Zeit zu »Kobbé«.

 

Die verschiedenen Kobbe-Familien sind allesamt Nachkommen einer alten Junkerfamilie (»Osterstader Junker«) des 14. bis 16. Jahrhunderts, die einen Sitz in der Bremer Ritterschaft hatte.

Der Stammsitz der Familie befand sich in Wersabe am rechten Ufer der Unterweser zwischen Bremen und Bremerhafen.

ehem. Kobbe-Haus von 1614, Photo Wesabe 2001